"Wertvoller Dienst für die Gesellschaft"

556 Absolventen in 20 Jahren: Berufsfachschule für Altenpflege feierte Jubiläum

Seit der Gründung 1994 haben 556 junge Frauen und Männer die Berufsfachschule für Altenpflege in Bad Kötzting absolviert. Anlass genug für die Einrichtung der Volkshochschule, das 20-jährige Bestehen in festlichem Rahmen zu feiern. Leistet sie mit ihrer Arbeit doch einen "wertvollen Dienst für die Gesellschaft", wie Landrat Franz Löffler es treffend formulierte.

Es war eine stilvolle Feierstunde im Saal des Hotels zur Post. Neben den aktuellen Absolventen nahmen auch die Angehörigen der ersten fünf Jahrgänge teil, dazu Gabi Urban mit dem gesamten Personal. Ebenfalls mit von der Partie: Landrat a. D. Ernst Girmindl und Altbürgermeister Theo Zellner, die die Einrichtung vor 20 Jahren zusammen mit Vhs-Geschäftsführer Winfried Ellwanger auf den Weg gebracht haben.

 

Vor Ehrengästen, Mitarbeitern, Entlassschüler und Ehemaligen würdigte Landrat Franz Löffler in seiner Festrede den DFienst der Berufsfachschule für Altenpflege an der Gesellschaft. (Foto: Amberger)

"Aus dem Nähkästchen"

Gewissermaßen aus dem Nähkästchen plauderte Winfried Ellwanger, als er Details zur Vorgeschichte der Einrichtung schildere. Just als die Volkshochschule sich 1993 anschickte, im renovierten Chamer Redemptoristenkloster eine Altenpflegehilfeeinrichtung aufzubauen, habe es in Kötzting Bestrebungen für eine private Altenpflege- und Krankengymnastikschule gegeben. "Das können wir genauso", sagte sich Ellwanger.

Den Worten folgten Taten: Am 12. April 1994 besiegelte die Volkshochschule ihr Engagement in Kötzting und bereits im Herbst erfolgte der Start mit der damals noch zweijährigen Altenpflegeschule im Gebäude der gerade teilsanierten Holzapfelschule. Mit der Umstellung auf die dreijährige Ausbildung bekam die Einrichtung 2003 den Status einer Berufsfachschule. Damit verbunden war allerdings ein Einbruch bei den Schülerzahlen von 30 auf bis zu sechs, von dem man sich erst fünf Jahre später wieder erholte, als der Bedarf an Fachkräften gewaltig anstieg. Wie Ellwanger ankündigte, werde sich die Schule auch in Zukunft weiterentwickeln und ihre Ausbildung den Erfordernissen anpassen. "Das Berufsbild des Altenpflegers muss attraktiv sein". Darin sieht Ellwanger die größte Herausforderung.

(Quelle: Kötztinger Zeitung, 23.07.2014; Autor: Franz Amberger)

VHS-Geschäftsführer Winfried Ellwanger beim Festvortrag. (Foto: kad)

 

Qualifizierte Fachkräfte sind überall begehrt

Bei der Gründung der Fachschule 1994 habe noch niemand über einen drohenden Pflegenotstand nachgedacht, sagte VHS-Geschäftsführer Winfried Ellmann in seinem Festvortrag. Er schilderte die Entwicklung wie aus der beabsichtigte Schuleinrichtung durch einen privaten Anbieter die Initiative der Volkshochschule wurde, die schließlich zur Gründung der Fachschulen für Altenpflege und Physiotherapie in Kötzting führte. Innerhalb kürzester Zeit musste die vom damaligen Bürgermeister Theo Zellner angebotene Holzapfelschule umgebaut werden...

Im 20. Jahr ihres Bestehens hatte die Fachschule für Altenpflege gleich mehrfach grund zum Feiern. Mit der Entlassung der 25 Absolventen dieses Jahres war ein Rückblick auf zwei Jahrzehnte einer enorm wichtigen Einrichtung verbunden, deren aktuelle Bedeutung bei der Gründung noch niemand abschätzen konnte. Schulleiterin Gabi Urban und die Ausbilderinnen freuten sich aber auch besonders über die vier Staatspreisträger, darunter die Schulbeste Jennifer Sonnleitner mit einem Notendurchschnitt von 1,0.

Zur Entlassung des Schülerjahrgangs 2014 waren zahlreiche Absolventeninnen und Absolventen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gekommen. Landrat Franz Löffler, der auch Vorsitzender der Volkshochschule im Landkreis ist, wertete es in seinem Grußwort als enorme Leistung für die immer älter werdende Gesellschaft, dass in diesen 20 Jahren 402 staatlich geprüfte Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie 154 geprüfte Pflegefachhelfer/Fachhelfer entlassen werden konnten.

(Quelle: Kötztinger Umschau, 23.07.2014; Alois Dachs)

 

Schulleiterin Gabi Urban, Studiendirektorin Gisela Stautner von der Regierung der Oberpfalz und Landrat Franz Löffler mit den Schülern, die mit Noten unter 1,5 einen Staatspreis erhielten und ihren Anleiterinnen. Zweite von rechts ist die Schulbeste Jennifer Sonnleitner, die mit einem Notendurchnitt von 1,0 abschloss. (Foto: Dachs)
Bürgermeister Markus Hofmann gratulierte der Schulleiterin mit Blumen zum "20-Jährigen". (Foto: Dachs)
Dei "goldene Desinfektionsflasche" erhielt Annette Sippl (mitte) als Ehrenpreis von den Klassensprecherinnen. (Foto: Dachs)